Eklipse

Manuel Wetscher
Österreich, Italien 2026
Eine Nahaufnahme zweier Menschen, die den Blick seitlich gerichtet haben.

1999, das Jahr der Sonnenfinsternis. Tomy und sein Freund Chris, beide 11, 12 Jahre alt, verbringen den Sommer auf der Alm von Tomys Onkel, eingebunden in den bäuerlichen Alltag und zugleich frei, durch die Natur zu streifen. Doch ein kleiner Impuls genügt, und Tomys Welt fällt aus dem Lot: Sein Vater, sagt einer, habe „die Schwulenkrankheit". Die Realität von AIDS dringt in die Bergidylle. Chris rückt von ihm ab, betet, sich nicht anzustecken, will nach Hause. Gesprochen wird wenig. In Blicken, Haltungen, Gesten spiegelt Wetscher in engstem Rahmen die globale Katastrophe, die, wie der Mond die Sonne, Vernunft und Mitgefühl der Menschen verdunkelte. (Barbara Kronsfoth)

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